Freitag, 22. Oktober 2010

Indisponible: Ich bin auf Wellnesskreuzfahrt

Ich bin jetzt erstmal für ein paar Tage weg: auf Kreuzfahrt. Jetzt stelle ich euch mal die Fahrtroute vor:
1.Marseille, Abfahrt morgen abend
2.Savonne (I)
3.Neapel (I)
4.Palermo (I)
5.La Goulette auf Tunesien
6.Palma de Mallorca, 2Tage!!
7.Marseille
neidisch???
jetzt zum Schiff:
Das Schiff ist welweit eines mit dem besten SPA-Bereich!

Meine Kabine: mit Balkon!(Kosten 1000-1500Eur.)
hübsches Schiff oder?
Disko!
Außenpool.
Einer von den 5 Innenpools.
Eines der 5 Restaurants.
Eine der 13 Bars.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

La Grève, Erlebniss pur!!!

Ihr seht ja alle seit Tagen im Fernsehen die Bilder von Franzosen, die Telefonzellen umrennen und Handyshops plündern, es geht dabei nicht um die zu hohen Telefonrechnungen sondern um ein Rentengesetzt, nicht jeder auf der Straße weiß dass.
Man hat nämlich ein paar streikende Schüler gefragt was sie auf der Straße machen und warum sie streiken, dummerweise war die Antwort, das ist cool, ich hab keine Schule, hier sind alle meine Freunde. Also ziemlich viele öffentliche Schulen sind bestreikt,  Lehrer und Schüler!
Das die Schüler noch keine Streikprofis sind, zeigt die Geschichte von einem Gymnasium, nicht weit von meinem in Lille: dort haben die Schüler die Straße und alle Zufahrten zur Schule blockiert und haben einen Zulieferer-LKW besetzt, der ist dann umgedreht und voll wieder heim gefahren aber die Schüler haben in der Kantine doof geguckt, das war nämlich der Fleisch-LKW, also gab es Gemüse mit Nudeln ohne Steack!
Ihr habt woll mitgekriegt, das alle 12 frz. Raffinerien abgeschaltet sind, die Lager werden von Demonstranten besetzt, waren aber auch schon mehrmals, für mehrere Stunden befreit, nicht länger, deshalb gibt es ordentliche Versorgungsprobleme.
Auch weil überall sogenannte "Schnecken-Operationen" gemacht werden, also man nehme für einen 4Spurige Autobahn 4 Autos, die parallel mit 20 km/h fahren und mache das im Berufsverkehr, überall in Frankreich und fertig ist das perfekte Verkehrschaos und die wenigen LKWs die fahren,werden so aufgehalten!
Auch die Métro, die eigentlich automatisch ist, wird vom Zentralcomputer(von streikendem bedient) vor der Endstation angehalten und verursacht so einen Stau und ich verpasse meinen Bus.
Zusätzlich hat man 2 Busfahrer verletzt, deshalb wurde (gestern) in der Millionenstadt Lille, kurzerhand ALLE Busse, Trams und Métros aus dem Verkehr gezogen, das Verkehrschaos war entsetzlich, jeder fährt Métro, fast jeder Bus und Tram, ohne muss man laufen oder stundenlang im Stau stehen. Ich hatte Glück, der Vater von Grégoire arbeitet nicht weit, ich bin zu ihm gegangen, hab gewartet und bin mit ihm Heim gefahren, voll ins Verkehrschaos rein...
Ich darf übrigens nicht streiken und meine Lehrer dürfens auch nicht weil ich auf einer Privatschule bin,
ABER, heute früh war alles anders...
Wir waren schon fast an der Schule angekommen, da war plötzlich noch ein Stau an einer Stelle wo noch nie Stau war, wobei ich Staus wegen Streiks und Verkehrschaos ja schon gewohnt bin, und als wir da gemütlich im Stau standen, 1min vor Unterrichtsbeginn kam plötzlich hinter uns ein Feuerwehrauto mit tatütata an und wollte durch, das war aber wegen des Staus unmöglich. Als wir uns durch den Stau durchgearbeitet hatten und in die Straße zur Schule abbogen, wurde uns, ich sage mal blitzartig um nicht zu untertreiben, klar, warum das Feuerwehrauto kam: die Straße war schwarz voller Rauch!
Wir haben dann umgedreht und dem Feuerwehrauto die Vorfahrt gelassen. Hinter der nächsten Ecke bin ich dann ausgestiegen und konnte zwischendem Rauch, so ziemlich alle Schüler der Schule erkennen, die Protestrufe von sich gaben und in mitten von allen brannte ein Mülleimer, aber ziemlich heftig fast wie die blockierten Öllager. Die Feuerwehr wurde mit Buh-Rufen begrüßt und ich mit: "Wir streiken gegen die Rente mit 62", dabei musste ich mir doch ein Lachen verkneifen. Die Feuerwehr hatte die Mülltonne zwar schnell gelöscht, brauchte aber ziemlich viel Wasser und die ständigen Buh-Rufe hörten nicht auf.
Erst nachdem das Feuer gelöscht war, schafften es die Präfekten, Lehrer, Aufsichten und der Direktor alle Schüler ins Schulhaus zu treiben, wobei keiner von den Erwachsenen das so toll fand, und die Schüler waren traurig, dass das neben dem Mülleimer stehende Auto, das angeschrökelte wurde nicht vollens in die Luft geflogen ist, dann wär der (letzte =) )Schultag wohl ausgefallen.
Später hab ich dann erfahren, dass ein Mädchen aus meiner Klasse, wohl mit dabei war, beim Mülleimer anzünden.
Seit mehreren Tagen, wird übrigens von Schülern in der Schule, der Feueralarm ausgelöst, also mehrmals dann wenn es am stärksten geregnet hat, musste wir alle raus in den Regen für nichts! Das Ganze ist wohl auch eine Streikaktion.
Jetzt hat man eine teuflische Lösung, der Alarm ist abgeschaltet, bei echtem Feuer, Pech gehabt.
ihr seht, Animations-und Aktionprogramm krieg ich hier umsonst!

Sonntag, 17. Oktober 2010

Neues über die Hundebabys

Die sind jetzt schon 3 Wochen alt und fangen an zu knurren, zu bellen und sich zu rauffen.
Die Hunde sind 1300g schwer und erledigen ihr Geschäft überall, denn sie können jetzt schon gut laufen.
Wir werden sie im laufe der nächsten Woche rauswerfen! Die Armen...

Draußen!

Fluchtversuch

Kampf!


Ohren abbeissen
Die Waage kracht fast!

Brüderliebe





Aber trotz allem wird noch viel geschlafen....

"Permanence"

Wenn man in Deutschland einen Freistunde hat oder früher aufhört oder später anfängt mit der Schule, dann geht/bleibt man zu Hause. In Frankreich muss man in die "Permanence" gehen, ein großer Raum mit Einzeltischen an denen man nur eins tut und soll: arbeiten. Und es gibt immer 1-3 Aufsichtler die rumschreien, die Listen kontrollieren und für Ruhe sorgen.
Hier jetzt mal so ein paar typische Sätze, die ich 5-9 Stunden(!) pro Woche hör:
Vous asseyez vous en silence.
Vous vous installez rapidement et sans parler.
Vous prenez du travail.
Vous vous taizez/chuchotez où vous restez tous ici!
Quoi? Tu est en 1ère ES et tu n´a pas de travail?
Ce n´est pas fini, restez calme!

Viel Spaß beim Übersetzten, ich kann euch soweit helfen: die Sätze sind nie freundlich und freundschaftlich gemeint, es sind alles an-und rummeckereien! So gehts hier zu...

Wichtiger Hinweis

Schön dass schon so viele meinen Blog gelesen haben, aber ich würd mir wünschen, dass ihr die Posts bewertet (unter den Post:  lustig (0) interessant (0) cool (0) )Und, dass ihr an meiner Umfrage teilnehmt, die ist rechts am Rand und ist nicht irgend eine Werbung sondern eine Umfrage von MIR.
Ich fänds auch super, wenn ihr Kommentare schreibt und mir sagt was gut und was schlecht ist, nur so kann ich den Blog verbessern.
(Ihr müsst euch nur einmal einloggen, geht schnell und ohne Google-Account).

Dienstag, 12. Oktober 2010

Métro

Lille ist die erste Stadt der Welt mit einer vollautomatischen Métro, ohne Fahrer!
Morgens, zur Schule werd ich vom Vater von Grégoire gefahren, abends fahr ich mit Métro und Bus heim.
Und es gab noch keine Probleme außer mit Streiks, aber das ist ja der einzige menschliche Eingriff in die Métro;)





Hier seht ihr schonmal die Wagen, die sind relativ klein, dafür kommt alle 30s.-2min eine!
Man muss also nie warten, das mag ich eh nicht.
Prinzip:
Die Türen von einer Métro
Die Türen von einer Haltestelle.

Jetzt kommt eine Métro an, fährt so exakt ein, dass die eigenen Türen genau parallel zu den Bahnhofstüren sind:

Und dann öffnen sich die Türen von Métro und Bahnhof gleichzeitig.

Und man kein einsteigen oder aussteigen oder auch nichts tun!

 Die métro ist meistens unterirdisch, in Tunneln, am Rand der Stadt oberirdisch und auf Stelzen und ganz wenig und gut gesichert auch mal direkt auf der Erde.
Unterirdischer Bahnhof.
Gleise direkt auf der Erde, man beachte die Zäune.

Bahnhof auf Stelzen.
Foto vom Zuginneren, es gibt wenig Sitzplätze, dafür viele Stehplätze.
 
Überall sind Lichtschranken, um zu kontrollieren wo die Züge grad sind.
Gibt es nur ganz selten: ein Bahnhof ohne Zug/Métro, man kann nochmal gut das System mit den Türen erkennen.
Das Logo der Métro.

Bahn auf Stelzen.
Die futuristische Architektur von der Zeit als die Métro eröffnet wurde (1983).

Samstag, 9. Oktober 2010

Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr

  Letztes Wochenende war bei der Feuerwehr von Villeneuve d´ASCQ Tag der offenen Tür, dort sind übrigens auch Grégoire und Augustin bei der Jugendfeuerwehr. Villeneuve ist sowas wie ein Vorort von Lille, aber noch eine eigenständig Stadt. Lille verschmilzt aber immer mehr mit drei Städten: Roubaix, Tourcoing und Villeneuve. Hier jetzt mal ein paar Fotos von dem was dort gezeigt wurde!
Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person!


Ein französicher Rüstwagen.





Brandwache.

Noch einen Moment Geduld, gleich ist das Cabrio fertig....


Personenrettung mit SpineBoard.


Sehr gut zutreffendes Verkehrsschild!
Und was macht die Feuerwehr, wenn sie ein kaputtes Auto auf dem Hof stehen hat?Richtig, sie zündet es an, um die Entsorgungskosten zu sparen und....


.....lässt dei Jugendfeuerwehr löschen!!!

Für die restlichen, kleinen und großen Brandherde opfert man aber dann doch lieber die Aktiven.


Vorführung der Höhenrettungsgruppe, der Feuerwehrelite.